21.06.- Wir sagen DANKE!!!!!

von tweety

The Great After-Festival-Depression

Wer kennt sie nicht, die gemeine After-Festival-Depression? Je besser das Festival, desto härter die Depression. In diesem Fall ist sie knüppelhart und der Weg zurück in die Zivilisation, war ätzender denn je.

Aber um welches Festival geht es? Um das grandiose ROCK AM BERG Festival! Seit einigen Jahren reise ich nun zu dem Open Air in der thüringischen Provinz und darf hier und da im Vorfeld auch ein bissl mitmischen.

Noch immer bin ich völlig beeindruckt, was man in diesem Jahr auf die Beine gestellt hat! Nicht nur das Line-up konnte sich mehr als sehen lassen, sondern auch was die Tontechniker gerissen haben, war ganz großes Kino. Keine Band hatte einen schlechten Sound und das habe ich bei einem Open Air noch nie erlebt.

Musikalische Highlights waren für mich ganz klar VSK (Die alten Stiefkinder Hits funktionieren einfach immer wieder und man merkt der Band an, dass sie richtig Bock hat.), Brutale Gruppe 5000 (Die Freaks haben ordentlich losgepoltert und das Bühnenbild war doch sehr nett anzusehen.), Feine Sahne Fischfilet (Diese Ansagen, diese Bühnenshow, diese Atmosphäre – Wen das kalt gelassen hat, der hat vermutlich ein Herz aus Stein. Die Videos und Bilder vom Auftritt sprechen für sich!), Shutcombo (Ganz viel Herzblut und sehr sympathische Menschen!), Deluminator (Ja, zu den Jungs verbindet mich eine Freundschaft und was sie auf der Bühne reißen, macht immer wieder Spaß! Fette Riffs gepaart mit ätzendem Gesang. Mehr brauch ich nicht!) und last but not least: Wolf Down (Sicher hat die Band einige Kritiker aber wo die Kritik nun genau liegt, habe ich noch nicht verstanden. Vielleicht kann mir das mal jemand erklären?! Die Band erreicht viele junge Menschen, hat eine klare politische Kante und macht dies bei jeder Ansage unmissverständlich deutlich. Ich mag sie dafür sehr und die Power, die sie auf der Bühne rüber gebracht haben, sucht seinesgleichen. Der perfekte Soundtrack zur Straßenschlacht!).

Weiterhin sei die Arbeit der Security positiv zu erwähnen. Erstmals hatte man hier „Kontraproduktiv“ aus Leipzig an Bord. Die Mitarbeiter*innen machen nicht nur einen super professionellen Job, sondern kommen mehr oder weniger auch aus den eigenen Reihen. Dies wirkte sich auch rundum positiv auf die Stimmung des Festivals aus und sorgte noch einmal mehr für eine absolute Wohlfühlatmosphäre. Positiv erwähnen möchte ich auch die Verpflegung. Ich denke, hier war für jeden Geschmack etwas dabei und auch die Preise waren alles andere als überzogen. Das sieht bei vielen Festivals leider anders aus.

Die politische Vorträge und zahlreichen Infostände rundeten das Gesamtbild sodann noch ab. Hier ging es nicht um die reine Bespaßung von jung und alt. Nein! Man möchte den Menschen etwas mit auf den Weg geben und dieser Message konnte sich auch niemand entziehen.

Kommen wir noch zum Orga-Team: Es ist völlig abgefahren, wenn man daran denkt, wie hart hier Leute ackern, um der Szene etwas so Cooles zu bieten. Niemand bekommt auch nur einen Pfennig für seine Arbeit und trotzdem ist jeder Handschlag völlig selbstverständlich. Ich spreche jeder Helferin und jedem Helfer meinen Respekt aus! Ich hatte eine verdammt geile Zeit und ihr seid schuld!

Danke!!!!

Text eines Besuchers

Zurück